Sehenswürdigkeiten im Harz

Wenn Sie dabei sind Ihren Harz Urlaub zu planen, dann könnte es nicht schaden einige Tage mehr einzuplanen. Denn im Harz gibt es sehr viel zu sehen und zu entdecken. Angefangen von beliebten Touristen-Magneten, wie der Brocken oder der Hexentanzplatz, hin zu versteckten Naturwundern. Wir haben einige unserer Lieblings-Sehenswürdigkeiten im Harz für Sie zusammengetragen. Falls Sie einen Wanderurlaub im Harz planen, finden Sie hier auch unsere Lieblings-Wanderwege. Ein Harz-Urlaub zur Weihnachtszeit ist ebenfalls sehr empfehlenswert.

Einzigartige Ausflugsziele und die 13 Top Sehenwürdigkeiten im Harz

Nationalpark Harz

Der “Nationalpark Harz” ist eine der größten Waldnationalparks in Deutschland und nimmt etwa zehn Prozent der Fläche des gesamten Harzgebirges ein. Auch der “Brocken” befindet sich auf diesem Gebiet. Außerdem verfügt der Nationalpark über eine einzigartige Flora und Fauna. Seit mehreren Jahrzehnten wird der Park dafür genutzt bedrohte Tierarten auszuwildern und zu vermehren. Die Landschaft ist geprägt von Mooren, Flüssen und dichten Wäldern, weshalb sich gute Lebensbedingungen für in Deutschland stark bedrohte Arten wie den Luchs, das Auerhuhn oder den europäischen Mufflon bieten. Es befinden sich zudem eine Geologie-Ausstellung im Ort Sankt Andreasberg, das “Haus der Natur” in Bad Harzberg und zwei Badeseen in dem Naturpark. Weitere interessante Ziele werden weiter unten beschrieben.

Die Barbarossahöhle

Die “Barbarossahöhle” ist eine ca. 25.000 Quadratmeter große Höhle, welche sich im, südlich des Harzes gelegenen, Kyffhäusergebirge befindet. Die Höhle gehört zum Ort Rottleben in Thüringen. Innerhalb der Höhle befindet sich ein verflochtenes Netz aus Hohlräumen, Grotten und Seen, welches sich natürlich im dort vorherrschenden Gestein Anhydrit ausgebildet hat. Die Höhle liegt auf dem beliebten “Karstwanderweg” oder kann per Auto oder Zug erreicht werden.

Burg Falkenstein

Die aus dem 12. Jahrhundert stammende “Burg Falkenstein” befindet sich ebenfalls im riesigen “Naturpark Harz” und ist ein beliebtes Ziel bei Harztouristen. Über der Selke erhebt sich mit dem Falkenstein eine der eindrucksvollsten Burgen im Harz. Einer Legende nach soll Eike von Repgow dort den Sachsenspiegel verfasst haben. Zur Zeit der DDR diente die Burg als Kulisse in zahlreichen Märchenfilmen der damaligen ostdeutschen Filmgesellschaft DEFA.

Ausstellungen informieren über die Geschichte der Burg und den „Sachsenspiegel“. Es besteht auch die Möglichkeit, den Bergfried zu ersteigen. Von oben genießen Sie einen herrlichen Blick in die nahen Harzberge und das nördliche Harzvorland. Empfehlenswert ist auch ein Besuch der historischen Burgküche und der Burggaststätte.

Im Sommerhalbjahr zeigt der Falkenhof Greifvögel im freien Flug. Eindrucksvoll sind die Geschwindigkeit des Federspielfalken oder der Sturzflug des Adlers. Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Burg Falkenstein zu erreichen. Von Meisdorf aus führt ein teilweise sehr steiler Weg durch das Naturschutzgebiet Selketal hinauf zur Burg. Dieser Weg ist etwa fünf Kilometer lang.

Burg Falkenstein im Harz

Wer es nicht so beschwerlich mag, fährt bis zum Parkplatz nahe der Gaststätte “Gartenhaus”. Von dort aus sind es weniger als zwei Kilometer Fußweg bis zur Burg. Ab “Gartenhaus” können Besucher in der Saison auch mit einer Pferdekutsche oder einer Straßeneisenbahn fahren.

Iberger Tropfsteinhöhle

Auch die “Iberger Tropfsteinhöhle” liegt im Harzer Nationalpark und gehört zum Landkreis Göttingen. Sie ist die Größte der etwa hundert bekannten Höhlen im Iberg. Die insgesamt 300 m lange Höhle und ihre Umgebung wurden seit dem Jahr 2006 zu dem Erlebniszentrum “HöhlenErlebnisZentrum” umgebaut. Dieses enthält nun das “Museum am Berg”, das “Museum im Berg”, sowie den Innenbereich der Tropfsteinhöhle, welcher unter dem Namen “Faszination Höhle” in Form von Führungen besichtigt werden kann.


Empfehlenswerte Bücher zum Thema Sehenswürdigkeiten im Harz


Das IFA-Museum Nordhausen

Das IFA-Museum in Nordhausen am Harz dokumentiert die annähernd hundertjährige Geschichte des Wirtschaftsstandortes „Casseler Straße“. 1905 siedelte sich dort die Firma Gerlach & König, die zwei Jahre später in Maschinenfabrik Montania umfirmierte, an. Bis zur Enteignung im Juni 1948 stellte das Werk Motorlokomotiven für Gruben- und Feldbahnen her. Im Juli 1949, nach der Umwandlung in einen Volkseigenen Betrieb, ging der erste Nordhäuser Traktor, die Brockenhexe, in Serie. Der legendäre Traktor Pionier löste diesen später ab. 1956 ging die Neuentwicklung unter dem Namen Favorit – später Famulus – in Bau.

Alter Traktor im IFA Museum im Harz

Der Famulus und seine weiterentwickelten Varianten waren über ein Jahrzehnt lang das Aushängeschild des Nordhäuser IFA-Schlepperwerks. 1964 stellte das Schlepperwerk auf Druck der DDR-Planwirtschaft die Herstellung von Traktoren ein und übernahm im Folgejahr die Produktion des veralteten LKW-Motors des Typs EM 4 vom VEB Sachsenring Zwickau, der in Nordhausen eine Modernisierung erfuhr. 1967 begann die Serienproduktion dieses meistgebauten Dieselmotors der DDR, der über mehr als zwei Jahrzehnte Antriebsaggregat für LKWs, Mähdrescher und Diesel-Notstromaggregate war. Mit der Wende 1989 war das Unternehmen nicht mehr konkurrenzfähig, so dass die Produktion nach und nach auslief.

Wie kaum ein anderer Ort reflektiert der IFA-Standort in Nordhausen die Geschichte des 20. Jahrhunderts. Am Originalstandort, in den ehemaligen Räumen des Motorenwerkes präsentieren sich alte Lokomotiven, einzigartige Traktoren aus den 1950/60er Jahren und eine Vielzahl von Diesel-Motoren aus DDR-Produktion. Die Exponate sind aufwendig rekonstruiert und zumeist noch funktionstüchtig. Schnittmodelle erläutern den Aufbau und die Funktion der Diesel-Motoren aus Nordhäuser Produktion, abgerundet durch historische Fotos. Für Technik-Begeisterte und Traktoren-Freunde ist das die Ausstellung ein Muss. 

Das IFA-Museum

1964 stellte das Schlepperwerk auf Druck der DDR-Planwirtschaft die Herstellung von Traktoren ein und übernahm im Folgejahr die Produktion des veralteten LKW-Motors des Typs EM 4 vom VEB Sachsenring Zwickau, der in Nordhausen eine Modernisierung erfuhr. 1967 begann die Serienproduktion dieses meistgebauten Dieselmotors der DDR, der über mehr als zwei Jahrzehnte Antriebsaggregat für LKWs, Mähdrescher und Diesel-Notstromaggregate war. Mit der Wende 1989 war das Unternehmen nicht mehr konkurrenzfähig, so dass die Produktion nach und nach auslief.

Das IFA-Museum Nordhausen hat von April bis November jeden Dienstag und Donnerstag von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet; in den Monaten von Dezember bis März an jedem Dienstag und Donnerstag von 10.00 bis 16.00 Uhr sowie jeden zweiten Samstag im Monat. Führungen sind nach Anmeldung auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich. IFA-Museum Nordhausen, Montaniastraße 13, 99734 Nordhausen, info@ifa-museum-nordhausen.de, Tel. +49 (0)36314791543

Harzköhlerei Stemberghaus

Düstere Köten, flackernde Feuer und dampfende Meiler. Auf dem Gelände der Harzköhlerei Stemberghaus bei Hasselfelde im Harz gibt es jede Menge zu erleben und zu entdecken. Aus der Ferne schon, kann man den verrauchten und pikanten Geruch der Holzkohlemeiler in der Nase spüren. Die Harzköhlerei ist eine der letzten Köhlereien in Deutschland, die auf traditionelle Art und Weise Holzkohle herstellt. Jährlich werden dort etwa 50 Tonnen reine Buchenholzkohle in mühevoller Handarbeit produziert. Ganz getreu dem Motto: „Von den Köhlern des Harzes aus den Wäldern des Harzes“.

In Hasselfelde wird gezeigt, wie solch Kohlemeiler errichtet werden. Die mannshoch aufgeschichteten Buchenholzscheite werden mit Heu, Gras und Erde luftdicht abgedeckt. Über einen vorher mittig errichteten Schacht wird der Meiler mit glühender Holzkohle entzündet. Damit beginnt der sechs bis acht Tage dauernde Verkohlungsprozess. Der Köhler muss in dieser Zeit durch geregelten Windzug dafür sorgen, dass der Meiler nicht erlischt und auch nicht in Flammen aufgeht. Dazu werden kleine Löcher in den Meiler gestochen und wieder verschlossen. An der Art des austretenden Rauchs erkennt der Köhler den Status des Verkohlungsprozesses.

Auf dem Gelände Köhlerei hat der Besucher die Möglichkeit, einem Köhler über die Schulter zu schauen und eines der ältesten Handwerke zu bestaunen. Mit Entstehung der Bergbautradition im Harz war die Kohleherstellung notwendig und unerlässlich. 

Aber mit der Stilllegung des Bergbaues verschwanden die zahlreichen Holzkohlemeiler im Harz fast vollständig. Die Harzköhlerei Stemberghaus erhält dieses Handwerk bis heute am Leben und nimmt die Besucher mit auf eine Reise in vergangene Zeiten. Im Rahmen einer geführten Besichtigung erklärt der Köhler sehr anschaulich die einzelnen Schritte des Aufbaus eines Holzmeilers und die weiteren zeitaufwendigen Phasen der Herstellung von Holzkohle. Dichter Rauch umhüllt die Köhler und die Hitze der gerade frisch geernteten Holzkohle ist auch aus sicherer Entfernung zu spüren. 

Der Rauch und die Ausdünstungen der in Betrieb befindlichen Meiler unterstützen das Erlebnis und visualisieren die sehr guten und verständlichen Ausführungen des Köhlers. Das traditionelle Köhlerhandwerk, wie es in den Harzer Wäldern einst durchgeführt wurde, wird in Hasselfelde noch gelebt. So sind die Besucher direkt dabei, wenn die Meiler aufgebrochen werden und die frische Holzkohle geerntet wird. Es bleibt zu hoffen, dass es gelingt, jungen Nachwuchs zu finden, der diese Tradition fortführt.

Das für Deutschland einzigartige Köhlereimuseum zeigt die Entwicklungsgeschichte der Köhlerei. Anhand von Fotos und Exponaten wird anschaulich ein Eindruck vermittelt, unter welch schwierigen Bedingungen die Köhler einst arbeiten mussten. Die traditionelle Köhlerhütte, die teilweise bei Wanderungen im Harz auch als Schutzhütte zu finden ist, war einst die Heimat des Köhlers. Mit der HarzCard erhalten Sie freien Eintritt in die Harzköhlerei. Im Köhlerladen direkt auf dem Köhlergelände schlägt das Herz aller Liebhaber von Spezialitäten aus der Harzregion höher. 

Harzköhlerei Stemberghaus, Stemberghaus 1, 38899 Hasselfelde, Telefon: +49 39459 72254, Mail: stemberghaus@harzkoehlerei.de, Web: www.harzkoehlerei.de

Grenzlandschaft Sorge

Das Grenzmuseum Sorge ist ein für die Öffentlichkeit frei zugängliches Freilandmuseum bei Sorge im Harz. Es befindet sich unmittelbar an der früheren innerdeutschen Grenze südöstlich von Braunlage und soll an die Teilung Deutschlands erinnern. Dem Grenzmuseum Sorge e.V. ist der Erhalt der zwischenzeitlich nahezu einzigartigen Anlagen zu verdanken. Das Anliegen des Vereins ist es, die Erinnerung an die Zeit der Teilung Deutschlands wach zu halten. Dem Verein gelang es in den letzten Jahren erfolgreich, die Reste der vorhandenen Grenzanlagen zu erhalten. Etwa zwei Kilometer vom Ortskern von Sorge entfernt bietet das Grenzmuseum einen beeindruckenden Anschauungsunterricht am historischen Schauplatz.

Der Harzer Grenzweg, Grenzlandmuseum Sorge

Ein Rundweg mit insgesamt zehn großen Informationstafeln verbindet die genannten Angebote Museum im Bahnhofsgebäude, Ring der Erinnerung, Freilandgrenzmuseum und bezieht auch das private Museum des Herrn Dr. Friedrich Vogel im Landhaus Weichelt mit ein. Die Museumslandschaft wird vom Grenzmuseumsverein Sorge betreut und ist als Nr. 46 in das System zum Erhalt der Harzer Wandernadel einbezogen. Die Stempelstelle befindet sich am Ring der Erinnerung.

In Sorge ist noch ein Abschnitt der ehemaligen innerdeutschen Grenze erhalten geblieben, der zum Freilandmuseum ausgebaut wurde und in Verbindung mit dem „Grünen Band“ sowie dem Mahnmal „Ring der Erinnerung“ in Deutschland einmalig ist. Auf dem frei zugänglichen Areal sind Teile der original erhaltenen Grenzanlagen der DDR zu besichtigen, darunter ein Stück Grenzzaun, die Hundelaufanlage, Teile des Signalzaunes und des Kolonnenweges aus Betonplatten, ein Beobachtungsturm (B-Turm) und eine DDR-Grenzsäule.

Zu dem frei zugänglichen Freilandmuseum ist im Herbst 2009 ein kleines Grenzmuseum mit diversen Artefakten aus der Zeit des Kalten Krieges hinzugekommen. Dort werden neben dem originalen Modell einer Grenzanlage weitere Ausstellungstücke, die den Alltag der Grenztruppen der DDR und der Bewohner des Grenzgebietes zeigen, präsentiert. Die mit viel Engagement vom Grenzmuseumsverein Sorge zusammengetragene Ausstellung befindet sich im ehemaligen Bahnhofsgebäude, das zu diesem Zweck restauriert, eingerichtet und anlässlich des Jubiläums „20 Jahre Mauerfall“ im Herbst 2009 eröffnet wurde. Die Präsentation belegt in anschaulicher Weise die Besonderheiten des Lebens an der innerdeutschen Grenze im Bereich des Harzes. Besuche und Führungen sind außerhalb der täglichen Öffnungszeiten jederzeit nach Absprache über Inge Winkel (Tel. 0151 23319578) oder Frank Lorenz (Tel. 0171 7702796) möglich.

Grenzlandschaft Sorge, Grenzmuseum Sorge e.V., Försterbergstraße 5b, 38875 Stadt Oberharz am Brocken, Web: www.grenzmuseum-sorge.de

Korngeschichtsmuseum und Traditionsbrennerei Nordhausen

Nordhausen ist die deutsche Hauptstadt der Kornbrennerei. Schon im Jahr 1507 ist die Brennerei in Nordhausen urkundlich belegt. Dort entstand 1789 das erste Reinheitsgebot für Korn. Auf dem Höhepunkt existierten in der Stadt am Harz hundert Brennereien. Die meisten verschwanden mit dem Bombardement in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges. Doch eine überlebte bis heute: die 1908 erbaute Brennerei von Joseph Seidel. Das im Jugendstil erbaute Ensemble aus Backstein und schmucken Holzbalken, mit Schornstein und altem Fasskeller wurde 1988 vom größten deutschen Spirituosenproduzenten Nordbrand Nordhausen in Pflege genommen und in ein Museum verwandelt.

2007 erfolgte ein umfassender Umbau. Dabei legte man großen Wert auf den Erhalt der denkmalgeschützten technischen Anlagen. So können Besucher bis heute sehen, wie der roggenechte Korn aus Nordhausen gebrannt und gelagert wird. Im selben Jahr kam die Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei zu Rotkäppchen-Mumm und ist heute einer von drei Genießertreffpunkten des Unternehmens.

Täglich werden Einzelbesucher (14:00 Uhr) und Gruppen durch das Korngeschichtsmuseum geführt. Sie sehen die Brennblasen aus Kupfer, die Gärbottiche aus Holz, die Niederlage, wo die Fässer einst befüllt wurden, natürlich den alten Fasskeller und vieles mehr. Und natürlich gibt es am Ende jeder Führung eine Verkostung der leckeren Spezialitäten, vom Feinen Alten Korn, der mindestens drei Jahre im Holzfass lagert, über den hauseigenen Gin, den Doppelkümmel, den Kräuterlikör „Harzer Grün“ bis zu erlesenen Likören mit Honig- oder Rosennote. Diese Spirituosen sind ausschließlich in der Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei und in Spezialitätengeschäften erhältlich.

Jedes Jahr im Dezember verwandelt sich die Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei in ein zauberhaftes Weihnachtsland. Dann leuchtet der Innenhof auf, alle Räume sind von einer Innenarchitektin jeweils zum Thema des Jahres dekoriert. Im Jahreslauf finden viele kulturelle Veranstaltungen statt. Ebenso ein Hof- und Genussmarkt, ein Erntedankfest und Tastings auf Anfrage. Nicht zuletzt bietet die Stadt Nordhausen Hochzeiten in der Traditionsbrennerei an.

Das Korngeschichtsmuseum Nordhausenhat montags bis samstags von 10:00 bis 16:00 Uhr geöffnet. Führungen finden montags bis samstags um 14:00 Uhr statt. Gruppen sind jederzeit nach Terminvereinbarung willkommen.

Nordhäuser Traditionsbrennerei, Grimmelallee 11, 99734 Nordhausen, Tel: (03631) 636 363, Mail: info@traditionsbrennerei.de, Web: www.traditionsbrennerei.de

Fahrzeugmuseum Benneckenstein: Zeitreise in die DDR-Vergangenheit

40 Jahre Deutsche Demokratische Republik prägten die Menschen, nicht nur im Harz. Erinnerungen an diese Zeit halten die Betreiber des Ostdeutschen Fahrzeug- und Industriemuseum in Benneckenstein am Leben. Dieses einzigartige Museum seiner Art ist im ehemaligen VEB Berufsbekleidung Benneckenstein untergebracht, eingebettet in einer typisch Harzer Landschaft. Wer das Museum besucht, begibt sich auf eine Zeitreise zurück in die DDR Fahrzeuggeschichte mit weiteren Alltagsgegenständen jener Zeit.

Auf mehr als 1.700 m² Ausstellungsfläche erwarten den Besucher Zweiräder, Wohnwagen, PKWs, Spielsachen, Alltagsgegenstände und Militärtechnik aus den Jahren 1949 bis 1989. Die zwischenzeitlich auf 5.000 Exponate angewachsene Sammlung wurde nach langjähriger und intensiver Suche liebevoll zusammengestellt. Der Bestand wird kontinuierlich erweitert. Die vier Ausstellungsräume im Innenbereich des Museums sind klar strukturiert und bieten Einblick zu den Themen Campingurlaub in der DDR, 40 Jahre Mopeds und Motorräder in der DDR, PKW, Minol & Co. und Spielzeug aus der DDR von 1949 bis 1989. Gehen sie auf eine Zeitreise und lassen Ihren persönlichen Erinnerungen freien Lauf.

Ostdeutsches Fahrzeugmuseum, Wernigeröder Str. 10, 38877 Benneckenstein/Harz, Tel.: 039457 98123, Mail: service@mts-panzerfahren.de, Web: www.mts-oldtimermuseum.de

DDR Museum Thale

Erleben Sie im DDR Museum in Thale im Harz wie er war, der Alltag in der Deutschen Demokratischen Republik. Schwerpunktmäßig widmet sich die Ausstellung der Wohn- und Alltagskultur in der DDR. An Hand von Exponaten und zahlreichen Informationstafeln werden die Lebensumstände in der ehemaligen DDR dokumentiert. Sämtliche Schaustücke sind wie auf einem Zeitstrahl angeordnet. Je weiter Sie in das Museum hineingehen, desto weiter dringen Sie in die Geschichte ein. Bis 1949, dem Gründungsjahr der DDR. Die Geschichte der DDR und ausgewählte Spezialthemen werden auf Informationstafeln, die entlang des Zeitstrahls und in den entsprechenden Räumen hängen, dokumentiert. 

Die Aufstellung erhebt selbst keinen Anspruch, ein wissenschaftlich geführtes Museum zu sein. Die Ausstellungsstücke sprechen für sich und geben einen sehr anschaulichen Überblick. Die Ausstellung ist in jedem Fall einen Besuch wert. Viele der gezeigten Gegenstände werden Ihnen nicht unbekannt sein. Da kommen Erinnerungen auf. Und zum Abschluss genießen Sie in historischem Ambiente einer alten HO-Kantine eine Vita-Cola, eine Halberstädter Bockwurst oder andere Harzer-Leckereien.

DDR Museum Thale, Steinbachstraße 5A, 06502 Thale, Tel: 03947 65633, Mail: info@moebel-mueller-thale.de, Web: www.ddr-museum-thale.de

Erlebniswelt Thale: Spannung, Action & Spaß

Wer ein außergewöhnliches Erlebnis für die ganze Familie sucht, für den ist die Erlebniswelt Thale mitten im Harz genau richtig. Verbringen Sie einen unvergesslichen Tag im Harz. Die berühmte Seilbahn ist dabei nur eine von vielen Attraktionen, die den Alltag vergessen lassen. Egal ob Klein oder Groß, ob Naturliebhaber oder Wanderer, für jeden ist etwas dabei. Lernen sie die idyllische Bergwelt kennen und erkunden das Bodetal.

Die rasante Rodelbahn, ein Kletter- und ein Bikepark für Profi-Radfahrer faszinieren und sorgen für “den” Adrenalin-Kick. Bei einer Runde Minigolf können Sie etwas ruhiger angehen lassen und sich von den “Strapazen” erholen. Die Spaßinsel mit Vergnügungsbahn, Wasserkarussell und Autoscooter-Boote ergänzt das vielfältige Angebot. Gerade an heißen Tagen sorgt das kühle Nass für eine erfrischende Abkühlung. So viele Aktionen machen hungrig, und auch daran ist gedacht. Die Erlebniswelt Thale bietet zahlreiche gastronomische Angebote. Wir empfehlen, im Sommer unbedingt die legendäre Bratwurst vom Holzkohlegrill in Hildchens Hexenkessel zu probieren. 

Die traumhafte Umgebung lädt zu ausgedehnten Wandertouren durch das Bodetal ein. Die Erlebniswelt Thale ist dafür der richtige Startpunkt. Mystisch geheimnisvoll präsentiert sich der Wald links und rechts der Wanderwege im sagenumwobenen Bodetal. Wandern Sie auf den Spuren Fontanes, der im Jahr 1884 den Ort Altenbrak besuchte und im Thalenser Hotel Zehnpfund an seinem Roman »Cecile« schrieb, oder picknicken Sie auf dem Goethe-Stein, wo der berühmte Dichter bei einem seiner drei Besuche im Bodetal Rast machte und sich von der Schlucht zwischen Hexentanzplatz und Rosstrappe für Szenen in seinem Werk »Faust« inspirieren ließ. Kabinenbahn oder Sessellift bringen Sie an den richtigen Ort, wie etwa zum Hexentanzplatz oder zur Rosstrappe.

Ausreichend Parkplätze stehen im näheren Umfeld, nur wenige hundert Meter vom Erlebnispark entfernt, zur Verfügung.

Radau-Wasserfall bei Bad Harzburg

Direkt an der Bundesstraße 4, gleich am Ortsausgang von Bad Harzburg in Richtung Torfhaus, liegt der Radau-Wasserfall. Auch wenn dieser künstlich angelegt ist, zieht er mit seiner Schönheit zahlreiche Besucher und Touristen an. Wenn Sie ohnehin in der Nähe sind, lohnt sich auf jeden Fall, einen kurzen Zwischenstopp zu machen. 23 Meter stürzt der Radau-Wasserfall rauschend und gluckernd in die Tiefe. Vor allem für Langzeitbelichtungen mit Stativ eignet sich dieses Motiv hervorragend. 

Mitte des 19. Jahrhunderts angelegt, um den damaligen Harztouristen eine Attraktion zu bieten, hat der Radau-Wasserfall bis heute nichts von seiner Popularität eingebüßt. Im Anschluss können Sie im benachbarten Restaurant eine Pause einlegen, um die Spezialität – frisch geräucherte Harzer Forelle – zu genießen.

Kloster Ilsenburg

Kloster Ilsenburg liegt an der Straße der Romanik. Von der einstigen Benediktinerabtei und der Schlossanlage des 19. Jahrhunderts haben sich attraktive Reste erhalten, die zum Teil mehr als 1.000 Jahre alt sind. Man betritt das Areal über den Schlosshof, sieht rechts das Schloss aus dem 19. Jahrhundert und das Gästehaus der Schlossanlage aus dem 17. Jahrhundert, links die immer noch wuchtigen Reste der 1000-jährigen Türme der romanischen Basilika und die nach Westen offene Klausur mit dem Ost- und dem Südflügel. In östlicher und südlicher Richtung erstreckt sich der englische Landschaftspark mit den alten Fischteichen des Klosters.

Die eher unauffälligen Klausurbauten beherbergen spektakuläre mittelalterliche Räume, die für Besichtigungen täglich geöffnet sind. Durch den Abriss der Kreuzgänge und des Westflügels vor rund 250 Jahren wurde die äußere Ansicht stark verändert. Umso mehr überrascht das Innere. Das Refektorium, der „Gartensaal“, der Kapitelsaal und der Brüdersaal sind allesamt Zeugnisse großartiger romanischer Baukunst. Die noch erhaltenen und restaurierten Gebäude des Süd- und Ostflügels mit Refektorium und Kapitalsaal sind in jedem Fall eine Reise wert. Erleben Sie die wechselvolle Geschichte des Klosters Ilsenburg. Lassen Sie sich inspirieren und genießen die Faszination dieses Ortes. 

Im Anschluss daran haben Besucher die Möglichkeit, im angrenzenden Schloss-Café leckeren hausgemachten Kuchen und andere Harzer Köstlichkeiten zu genießen. Besucher-Parkplätze sind am Eingangsbereich und oberhalb der historischen Klosteranlage vorhanden.

Kloster Ilsenburg, Schloßstraße 2, 38871 Ilsenburg (Harz), Web: www.ilsenburg-tourismus.de/ilsenburg/sehenswuerdigkeiten/kloester.html

Weitere tolle Ausflugsziele im Harz