Die schönsten Wanderwege im Harz

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Für Natur- und Wanderfreunde ist der Harz für einen Urlaub wie geschaffen. Die ‚Harzer Wandernadel‘ führt Besucher, Urlauber und Einheimische gleichermaßen zu attraktiven Zielen der gesamten Region in drei Bundesländern und fünf Landkreisen. Pures Naturerleben bietet die ‚Harzer Wandernadel‘ mit Hilfe eines Wanderpasses und 222 Stempelstellen auf etwa 8.000 Kilometern ausgeschilderter Wanderwege des Harzes. Besucher, Urlauber oder Einheimische können gleichermaßen den gesamten Harz erwandern und seine ganze Bandbreite erleben. Die zahlreichen Stempelstellen befinden sich in der Nähe von romantischen Waldgaststätten, rustikalen Schutzhütten, Bergwerken, Burgruinen und einer Vielzahl von interessanten Aussichtspunkten oder Naturdenkmäler.

Die Region hat für Wanderer aber noch einiges mehr zu bieten. Der Harz ist eine der beliebtesten und zugleich besterschlossenen Wanderregionen in Deutschland. Ein gut beschildertes Wanderwegenetz macht den Harz zu einem einzigartigen Wanderparadies. Ob kurze oder lange Strecken, schmale Klettersteige, Fußpfade oder gut ausgebaute Wanderwege, leichte oder anspruchsvolle Streckenführungen – im Harz finden Harz-Urlauberer und Wanderer immer den passenden Wanderweg. Am Rande der Wege zahlreiche Sehenswürdigkeiten, historische Stätten und beeindruckende Städte wie Quedlinburg, Wernigerode und Stolberg. Um am nächsten Tag frisch und ausgeruht die nächste Etappe angehen zu können, ist nach einem erlebnisreichen Wandertag eine gemütliche Unterkunft in einem Hotel, einer Ferienwohnung oder einer Pension wichtig. Gute Übernachtungsmöglichkeiten sind im Harz reichlich zu finden, egal für welchen Anspruch. Nachfolgend eine Auswahl der schönsten Wanderwege im Harz: erlebnisreiche und spannende Wanderungen garantiert.

Der Harzer Baudensteig

Der im Jahr 2010 neu geschaffene Harzer BaudenSteig führt von Bad Grund (Harz) bis zum Kloster Walkenried. Der Wanderweg verbindet die schönsten Waldgaststätten und Berggasthöfe (Bauden) des Südharzes und bietet ein einzigartiges Wandererlebnis mit wunderbaren Einkehrmöglichkeiten. Das vielfältige Angebot der Harzer Bauden reicht von rustikal bis gehoben und bietet Harzer Gastlichkeit gepaart mit leckeren regionalen Spezialitäten.

Der Harzer BaudenSteig führt auf sechs Einzel-Etappen mit einer Gesamtstrecke von knapp hundert Kilometer durch Wälder, sanfte Täler und über Höhen mit weiter Sicht in das Harzvorland. Neben den Bauden machen abwechslungsreiche Strecken und zahlreiche Attraktionen entlang des Weges die Wanderung zu einem unvergesslichen Erlebnis. Der Harzer BaudenSteig bietet für jeden etwas. Neben dem kompletten Rundweg besteht alternativ auch die Möglichkeit, die Bauden in Halbtages- oder Tageswanderungen zu erreichen.

Harzer BaudenSteig 1: Von Bad Grund nach Lerbach
Einkehrmöglichkeiten: Waldgaststätte „Am Iberger Albertturm“
Interessantes am Weg: Teufelstal mit Heilstollen und Märchental, HöhlenErlebnisZentrum, Albertturm mit Baude, Köte „Kaysereiche“, Prinzenteich, Aussichtsturm „Kuckholzklippe“, Clara Höhe

Harzer BaudenSteig 2: Von Lerbach nach Sieber
Einkehrmöglichkeiten: Hanskühnenburg Waldgaststätte
Interessantes am Weg: Freilichtmuseum Lerbach, Eselsplatz, Sösestausee, Naturschutzgebiet Acker, Hanskühnenburg

Harzer BaudenSteig 3: Von Sieber nach Bad Lauterberg
Einkehrmöglichkeiten: Großer Knollen, Bismarckturm, Berggaststätte Hausberg
Interessantes am Weg: Großer Knollen (Aussichtsturm und Baude), Hentschelköte, Luttertal, Bismarckturm mit Baude, Hausberg mit Sessellift, Altstadt und Museen in Bad Lauterberg

Harzer BaudenSteig 4: Von Bad Lauterberg nach Bad Sachsa
Einkehrmöglichkeiten: Dombrowsky‘s Baude, Baude Berghof Ravensberg
Interessantes am Weg: Wiesenbeker Teich, Ravensberg, Aussicht Käthe-Schulken-Hütte, Abstecher zum Harzfalkenhof am Katzenstein, Märchengrund, Schmelzteich, Altstadt Bad Sachsa, Grenzandmuseum, Milchpliz

Harzer BaudenSteig 5: Von Bad Sachsa nach Wieda
Einkehrmöglichkeiten: Historischer Bahnhof Stöberhai mit Wildtierfütterung
Interessantes am Weg: Ostertal, Uffequelle, Lärchenplatz, Aussicht Stöberhai, Historischer Bahnhof Stöberhai

Harzer BaudenSteig 6: Von Wieda nach Walkenried
Interessantes am Weg: Bremer Klippe, Aussichtspavillon Pferdchen, Glockenturm, Hammerschmiede, ehemalige Grenze zur DDR, Walkenrieder Auwiesen, Kloster Walkenried mit ZisterzienserMuseum

Liebesbankweg

Ein beliebter Harz Wanderweg ist der Liebesbankweg. Die romantische Tour beginnt am „Oberen Auerhahnweg“ und der Gustav-Adolf-Stabkirche. Auf dieser Thementour wandern Sie durch das „Tor der Liebe“ am Bocksberg gen Osten. Vorbei an den Stationen der Bank „Quell der Liebe“ wie der alten Bob- und Rennrodelbahnstrecke und den Stationen der „Verlobungsbank“ und „Liebesbank“. Selbst an der Liebesbankweghütte führt der Wanderwag im Harz vorbei und verläuft weiter an den „Geh-Dicht-Steine“, mit einem Gedicht von Christian Morgenstern, vorbei. Weiter an den, 1680 angelegten, Teichen vorbei, gelangen Sie zum Neuen Grumbacher Teich, der heute als Trinkwasserversorgung von Hahnenklee dient. Weitere schöne Punkte dieses Wanderweges sind die Bänke „Kristallhochzeit“, der Campingplatz Kreuzeck und der Floßteich. Die Route führt zum Ortsteil Bockswiese und hinauf zur “Kronjuwelenhochzeitsbank” mit dem Ausgangspunkt an der Gustav-Adolf-Stabkirche, die ebenfalls einen Besuch wert ist.

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Zu den Schnarcherklippen

Diese Harz Wanderroute ist für Kinderwagen und Rollstuhlfahrer weniger geeignet. Denn wer sich auf zu den Schnarcherklippen begibt, wird über steile Leitern und Treppenstufen hinweg wandern. Nicht nur Kinder sollten hier gut festgehalten werden, es gilt auch vorsichtig zu sein und keine Höhenangst zu haben. Der Start dieser Wanderroute im Harz ist am Parkplatz Ortsmitte in Elend. Der Weg von hier führt mit dem Kreisverkehr zur kleinen Holzkirche. Weiter an der Braunlager Straße entlang bis hin zum Hotel Waldmühle. Von dort aus führen die „Barenberg“ Beschilderungen in den Wald, auf den steilen Weg zum Barenberg hinauf, mit seinem Aussichtspunkt. Vom Aussichtspunkt zurück in den Wald führt die Wanderroute zu den Schnarcherklippen, dies sind zwei 28 Meter hohe Granittürme, die ihren Namen dem schnarchenden Geräusch verdanken, das bei Wind aus Südost zu hören ist. Hier geht es über die besagten Treppen und Leitern zum Aussichtspunkt hinauf. Weitere Orte auf dieser Route, die sich für Stempel sammelnde Wanderfreunde lohnt, sind die Mäuseberge, die Helenenruh mit ihrer Schutzhütte und Schlussendlich der Weg zum Ausgangspunkt.

Goetheweg zum Brocken

Einer der schönsten Wanderwege im Harz ist der Goetheweg, der zum Brocken und sagenumwobenen Hexentanzplatz, dem Blocksberg führt. Ein Start am Großparkplatz „Brockenblick“ lohnt sich für alle, die das Ziel gerne vor Augen haben. Die Wanderroute im Harz führt vorbei am Nationalpark, einem Forsthaus und Ausflugslokalen. Stets auf dem ausgeschilderten Goetheweg mit seinen Sehenswürdigkeiten, wie dem Torfmoor, bis hin zum Kaiserweg und hin zu den Hängen des Quitschenbergs. Von dort aus geht es den Goetheweg entlang der Schmalspurbahn bis hin zum Brockengipfel. Auf dem Brocken bleibt nicht nur Zeit, um die schöne Aussicht über den Harz zu genießen, sondern auch um in die „Hexenklaus“ einzukehren. Der Wanderweg von hier zurück zum Ausgangspunkt führt entlang des Hexenaltars, zum Eckersprung und an einem Bachlauf bis zur Rodelbahn, sowie der moorigen Landschaft.

Rundwanderweg Thale am Hexentanzplatz

Wenn Sie auf den Spuren der Hexen wandern möchten, geht es durch das Bodetal, welches auch als „Grand Canyon“ des wunderschönen Harzes bekannt ist. Am Ende des wildromantischen Wanderweges liegt Thale mit seinem Hexentanzplatz, der voller Magie ist. Dabei hat Thale sehr viel für Wanderfreunde und Laien zu bieten. Denn neben der Allwetterrodelbahn und der Walpurgishalle gibt es hier einen Tierpark und ein Amphitheater wie aus der Antike entsprungen, das Harzer Bergtheater.

Die ersten Siedler fanden hier zur Jungsteinzeit ihr Zuhause und auch den Germanen diente Thale als Kultstätte. Davon können sich Wanderer besonders am 1. Mai, wenn das Hexenfest stattfindet, überzeugen. Doch damit nicht genug, selbst der Ausblick Richtung Rosstrappe und Brocken gilt es vom Hexentanzplatz aus zu genießen. Die Hexenstiege verbindet Thale über den Brocken hinaus mit Osterode. Auf dieser Wanderroute im Harz lohnt es sich durch Elbingrode zu wandern, denn hier laden die Baumanns- und Herrmannshöhle, zu einer Besichtigung ein.

Rundwanderweg Ilsenburg am Brocken

Einen abwechslungsreichen und anspruchsvollen Wanderweg bietet der Harz mit seinem Wald- und Wasserwanderweg, der Wanderroute des Heinrich-Heine-Wegs. Dieser geht vorbei am Eckerstausee, über den nördlichen Hang am Brocken bis hin zum Gipfel. Dabei lohnt sich ein Start am Parkplatz „Ilsetal“, vorbei am Waldhotel hin zum Zanthierplatz mit der ersten Forstakademie Deutschlands.

Weiter führt der Wanderweg im Harz am „Blauen Kreuz“, durch das Große Sandtal mit seinem Bach bis hin zur Wegespinne mit einem Kruzifix. Von hier aus geht die Wanderroute weiter am Fuße des Brockens entlang bis zur kleinsten und höchsten Talsperre des Harzes. Die Wanderroute nach Scharfenstein führt entlang des Panoramawegs und über den „Frankenheimer Weg“ zur Rangerstation wo einst ein Viehhof war.

Danach geht es dem Wanderweg „Grüner Strich“ weiter an den Hermannsklippen vorbei und über den Kleinen Brocken bis hin zum „Bremer Weg“, der entlang der sprudelnden Ilsefälle und einem Heinrich-Heine-Denkmal führt. Anschließend gilt es der Markierung „Roter Strich“ bis zum Rohneberg zu wandern und von dort aus zurück zum Ausgangspunkt.

Harzer-Hexen-Stieg: teuflisch schön und höllisch spannend

Der sagenumwobene Brocken ist nur einer von vielen Höhepunkten des spannenden Fernwanderwegs, der sich über den gesamten Harz zieht und den Nationalpark Harz durchquert. Die Wanderroute umfasst mindestens 97 km. Der Harzer-Hexen-Stieg ist “Qualitätsweg Wanderbares Deutschland” und einer der “Top Trails of Germany”. Nicht nur Freunde von Märchen und Sagen kommen dort auf ihre Kosten. Die „zauberhafte“ Harzlandschaft begeistert Naturfreunde und Genusswanderer gleichermaßen. Auf dem Harzer-Hexen-Stieg vereinen sich Themen aus Natur, Geologie, Geschichte und Kultur zu einem spannenden Querschnitt durch das nördlichste deutsche Mittelgebirge.

Grüne Misch- und Nadelwälder, felsige Schluchten und steil aufragenden Klippen, Jahrtausende alte Hochmoore und mittelalterliche Fachwerkstädtchen liegen am Weg. Zeugnisse der mehr als tausendjährigen Bergbaugeschichte finden sich auf Schritt und Tritt. Zum Beispiel die schmalen Gräben des Oberharzer Wasserregals. Das Wassersystem aus dem 16. Jahrhundert ist Teil des Weltkulturerbes Rammelsberg Goslar. Bereits nach 12 km trifft man die ersten künstlichen Teiche und Gräben, die zur Energieversorgung der Harzer Gruben dienten. Über 20 km begleitet dieses Grabensystem den Harzurlauber auf der Wanderroute. Einmalig in Deutschland. Weitere Highlights sind der Brocken und die Ende der 1950er Jahre errichtete Rappbodetalsperre mit der höchsten Staumauer Deutschlands (109 m).

Zudem zieren den Weg des Harzer Hexenstiegs eine Reihe von künstlerischen Installationen, die so genannten Erlebnisinseln, und weisen auf interessante, aber oft verborgene Details am Wegesrand hin. Der Einstieg in den “Harzer-Hexen-Stieg” und die gewünschten Wander-Etappen können von jedem Wanderer selbst ausgesucht und zusammengestellt werden und hängen ab von Wetterlage.

Der Harzer Grenzweg

Der Harzer Grenzweg am Grünen Band führt über knapp 91,4 Kilometer entlang der ehemaligen, früher Todesstreifen genannten, innerdeutschen Grenze. Auf nahezu 75 beeindruckenden Kilometern führt der Weg direkt zu den Zeugnissen der deutschen Teilung, mal auf lauschigen Pfaden, mal auf den Betonplatten des Kolonnenwegs. Auf dem Grenzweg erlebt der Wanderer die deutsche Zeitgeschichte hautnah. 

Der Weg windet sich entlang des Eckertals. Die Ecker, jahrelang ein Grenzfluss, führt bis zur Eckertalsperre durch deren Mitte ebenfalls die Grenze verlief. Gleichzeitig können Sie Ruhe, Abgeschiedenheit, und atemberaubenden Ausblicke über den Harz genießen. Machen Sie Ihren Wanderurlaub perfekt und erforschen Sie Zeugnisse der Geschichte auf Ihrer Wanderung durch den Harz! Der Harzer Grenzweg beginnt am Grenzturm bei Rhoden und führt von dort aus nach Abbenrode, um im weiteren Verlauf den Brocken zu überqueren. Weitere Ortschaften entlang des Weges sind Braunlage, Sorge, Hohegeiß, Zorge, Walkenried Bad Sachsa und Tettenborn. Auf dem Brocken kreuzt der Harzer Grenzweg den Harzer Hexenstieg und den Teufelsstieg.

Harzer Klosterwanderweg

Auf 95 Kilometern Klöster, Kirchen und reizvolle Natur entdecken

Der Harzer Klosterwanderweg führt am Nordrand des Harzes durch uraltes Siedlungsgebiet und verbindet zwischen Goslar und Thale ehemalige Klöster und Klosterorte. Auf dem Harzer Klosterwanderweg erholen sich Körper, Geist und Seele. Finden Sie Ruhe und Entspannung auf einer Wanderung mit naturbelassenen Wegen zwischen der Neuwerkkirche Goslar, den Klöstern in Drübeck und Ilsenburg bis zum Marienkloster in Quedlinburg. Neben kulturhistorischen Schätzen besticht der Weg durch die abwechslungsreiche, malerische Landschaft des Harzes.

Die Tour kann beispielsweise am Marienkloster in Quedlinburg gestartet werden und führt weiter durch romantische Mischwälder an der St. Cyriakus Kirche in Gernrode entlang und dann vorbei am Kloster Wendhusen in Thale und an der Bergkirche St. Bartholomäus vorbei entlang des Harzrandes zum Kloster Michaelstein nach Blankenburg. Die nächste Etappe führt nach Wernigerode, der “Bunten Stadt” am Harz über die sogenannte „Himmelpforte“ im Ortsteil Hasserode. Am Nationalpark Harz entlang geht es über Drübeck bis nach Ilsenburg. 

Die beiden Klöster Drübeck & Ilsenburg an der Straße der Romanik beeindrucken mit ihrer gut erhaltenen Bausubstanz, die auch Kulisse für Filme wie “Die Päpstin” waren. Gemeinsam mit der Tourismus GmbH Ilsenburg hat die Harzer Wandernadel einen Wander- und Pilgerpass herausgegeben, in welchem die neun Stempelabdrücke zelebriert

Naturmythenpfad in Braunlage

Der Harz steckt voller Mythen, Sagen und Märchen. Gehen Sie auf dem Naturmythenpfad auf eine Entdeckungstour durch den Nationalpark Harz! An insgesamt zehn Mitmach-Stationen folgen Sie den mythischen Spuren zwischen Mensch und Natur. Wer hat Angst vorm bösen Wolf? Oder ist es der Mensch, der beängstigend ist? Welche symbolische Kraft geht von einem Baum aus? Und warum verzaubern uns Schönheit und Gesang der Vögel? Lassen Sie sich vom Wunschbaum einen Wunsch erfüllen. Und finden Sie im Labyrinth einen Weg zu sich selbst. Die Tour startet am Sportplatz Braunlage. Dort stehen hinreichende Parkplätze zur Verfügung. Die sechs Kilometer lange Strecke ist leicht zu bewältigen und ist auch für Kinder gut geeignet. Es sollten zwei bis vier Stunden eingeplant werden.