Neue Internetseite präsentiert niedersächsische Welterbe-Stätten

UNESCO anerkannten Welterbe-Stätten zwischen Harz und Nordsee

(harz-aktuell) Ab dem 7. Juni präsentieren sich die vier von der UNESCO anerkannten Welterbe-Stätten zwischen Harz und Nordsee auf einer neuen Internetseite. Unter der Adresse www.welterbe-niedersachsen.de finden die Nutzer Informationen und Veranstaltungen zu den niedersächsischen Welterbe-Stätten in Hildesheim, Goslar und dem Harz, Alfeld sowie im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Der Online-Auftritt ersetzt eine Internetseite, die seit 2013 über die Welterbestätten informierte. Sie war zwischenzeitlich technisch veraltet und umfasste nicht das Wattenmeer aus der Reihe des UNESCO-Welterbe in Deutschland.

Das UNESCO-Welterbe im Harz stellt seine außergewöhnliche Vielfalt aufgegliedert in die drei Welterbe-Teile Erzbergwerk Rammelsberg, Altstadt von Goslar und Oberharzer Wasserwirtschaft dar. 1992 wurden das Bergwerk Rammelsberg als erstes deutsches Industriedenkmal sowie die zu den bedeutendsten geschlossen erhaltenen historischen Städten der Welt gehörende Altstadt von Goslar in die Liste aufgenommen. Seit 2010 zählt zu dieser Welterbestätte auch die Oberharzer Wasserwirtschaft, deren Teich- und Grabenverbundsystem dem Bergbau einst als Energiespeicher diente. Umfassende Galerien mit Fotos stellen beispielsweise die Kaiserpfalz Goslar, Mineralienausstellung im Rammelsberg oder Hirschler-Pfauenteich-Kaskade in der Oberharzer Wasserwirtschaft als Highlights der Welterbe-Stätte vor.

Zu den weiteren Welterbe-Stätten, die auf der Internetseite präsentiert werden, gehören die Hildesheimer St. Michaeliskirche und der Mariendom als Beispiele frühromanischer Baukunst, die bereits 1985 gemeinsam von der UNESCO in ihre Liste der schützenswerten Kulturdenkmäler aufgenommen wurden. Sie beherbergen die herausragende bemalte Holzdecke in der Michaeliskirche sowie den Hildesheimer Domschatz, einen der großen Kirchenschätze Europas.

2009 fand das Wattenmeer aufgrund seiner global herausragenden geologischen und ökologischen Bedeutung Eingang in die UNESCO-Liste des Welterbes der Menschheit. Es erstreckt sich über eine Länge von rund 500 Kilometern entlang der niederländischen, deutschen und dänischen Nordseeküste und ist damit das größte Wattsystem der Welt, in dem dynamische Prozesse weitgehend ungestört ablaufen.

Jüngstes Mitglied der niedersächsischen UNESCO-Kulturdenkmäler in Niedersachsen ist seit 2011 das Alfelder Fagus-Werk, das als Ursprungsbau der modernen Industriearchitektur gilt. Der junge Architekt Walter Gropius, Begründer des Bauhauses, hat mit der Schuhleistenfabrik einen seiner ersten Entwürfe realisiert. Noch heute wird in der über hundert Jahre alten Fabrik gearbeitet.

Die Initiative zur Neugestaltung der Internetseite sowie die Koordination lagen bei der Öffentlichkeitsarbeit des Bistums Hildesheim, dessen Hauptkirche der Hildesheimer Dom ist. In enger Kooperation erarbeiteten die beteiligten Welterbestätten zusammen mit Hildesheim Marketing Gestaltung und Inhalt für die neue Internetseite. Design und technische Umsetzung übernahm die Hannoveraner Agentur Drive.

Stiftung UNESCO-Welterbe im Harz
Bergtal 19
38640 Goslar
Tel. 05321 750135
Fax 05321 750130
lauterbach@welterbeimharz.de
www.welterbeimharz.de

Quelle: Pressemitteilung Stiftung UNESCO-Welterbe im Harz vom 03.06.2020
Bildquelle: Agentur Drive

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