Grube Samson Sankt Andreasberg

Bergbaugeschichte und Weltkulturerbe im Harz erleben

Sie haben Interesse an der Harzer Bergbaugeschichte? Dann ist ein Besuch der Grube Samson in Sankt Andreasberg für Sie ein Muss. In der Grube können Besucher Bergbautechnik aus dem 18. und 19. Jahrhundert bestaunen. Die bergbaulichen Anlagen sind zum überwiegenden Teil noch im Originalzustand erhalten, einzigartig auf der Welt.

Einzigartiges Industrie- und Kulturdenkmal Grube Samson

Die Grube Samson, die von 1521 bis 1910 vor allem Silbererze förderte, zählt zu den bedeutendsten Montandenkmälern Europas. Der Samson zählte lange zu den tiefsten Bergwerken der Welt. In Sankt Andreasberg ist die weltweit einzige noch betriebsbereite „Fahrkunst“ – heute ein anerkanntes internationales Maschinendenkmal – zu bestaunen. Gleichermaßen beeindruckend sind die beiden Wasserräder, das neun Meter hohe Kehrrad von 1820 und das zwölf Meter hohe Kunstrad, das während der Führung wie vor Jahrhunderten mit Wasser angetrieben wird.

Das heutige Gebäudeensemble der Grube ist das letzte komplett erhaltene Bergwerk des historischen Oberharzer Erzbergbaus. Seit 2010 gehört die Grube als Teil der Oberharzer Wasserwirtschaft zum UNESCO-Weltkulturerbe Bergwerk Rammelsberg, Altstadt von Goslar und Oberharzer Wasserwirtschaft.

Mit Gruppenführung die Grube Samson erkunden

Das Bergwerk Grube Samson kann nur im Rahmen einer Führung besucht werden. Die gültigen Öffnungszeiten finden Sie tagesaktuell auf der Webseite der Grube. Regelmäßig finden am Tag jeweils zwei Führungen statt. Die Tickets können fünf Minuten vor Führungsbeginn an der Information im Museumsgebäude erworben werden. Individuelle Führungen für Gruppen sind nach Vereinbarung möglich.

Grubenmuseum ebenfalls einen Besuch wert

Die etwa einstündige Führung im Bergwerk Grube Samson endet mit einem Besuch im angeschlossenen Museum. Dort erhalten Besucher weitere Einblicke in den historischen Bergbau, die Erzaufbereitung sowie in die Arbeits- und Lebensbedingungen der Bergleute und Ihrer Familien im „Bergstaat“. Mehr als hundert Jahre alte Modelle veranschaulichen die technischen Einrichtungen und das Funktionsprinzip der Maschinen im Bergbau eindrucksvoll. Besonders beeindruckend sind die Mineralien aus dem weltberühmten „Schatzkästchen“ St. Andreasberg. Weitere Gesteine sowie Informationen zur Geologie des Harzes und ein Landschaftsmodell runden das Angebot ab.

Führung auch für Kinder geeignet

Die Besichtigung ist auch für Kinder geeignet, ohne dass Langeweile aufkommt. Die Führung ist so konzipiert, dass Kinder – trotz der Vielzahl an technischen Details -sehr gut eingebunden und mit auf die Zeitreise genommen werden. Für den Besuch der Grube Samson sollten mindestens zwei Stunden eingeplant werden, um wirklich alle Bereiche des Kulturdenkmals und des Museums in Ruhe besichtigen zu können.

Umgebungs-Tipp: Das “Harzer Roller”-Museum

Nach dem Besuch der Grube Samson sollten Sie unbedingt auch das auf dem Gelände beheimatete “Harzer Roller”-Museum im Samsoner Gaipel (Gebäude über der Schachtmündung) besichtigen. Dies ist das weltweit einzige seiner Art. Der Harzer Roller wurde als Warnvögel im Bergbau bis ins 20. Jahrhundert eingesetzt. Im Museum erfahren Besucher, wie Kanarienvögel gezüchtet wurden, ihnen das Singen beigebracht wurde und wie die Vogelzucht das Leben der Harzer Bergmannsfamilien prägte.

Kontakt Grube Samson

Bergwerksmuseum & Erlebniszentrum
Am Samson 2
37444 St. Andreasberg
Tel.: 05582 1249
Fax: 05582 923 051
Email: info(at)grube-samson.de
web: www.grube-samson.de

Quelle und Bildquelle: Redaktion harz-aktuell

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