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Zinnfigurenfreund Arnfried Müller wird 80: Jubilar verschenkt Geschichte

Zinnfigurenfreund Arnfried Müller wird 80: Jubilar verschenkt Geschichte

(harz-aktuell) Zinnfigurenfreund Arnfried Müller wird 80: Jubilar verschenkt Stadtgeschichte. Eigentlich wird man zu Geburtstagen beschenkt. Arnfried Müller schenkt seine Zinnfiguren-Formensammlung aus Anlass seines Jubiläums dem Städtischen Museum Halberstadt.

Es gibt sicher kaum einen Halberstädter, der Dom und Martinikirche, die Ratslaube, das Martineum, Bischof Buko, den Freiherrn von Spiegel, August Binkebank, den Maler Hasenpflug, den Vogelsammler Heine oder den Namensvetter „Würstchen“-Heine nicht schon in Zinn gegossen gesehen hat. Das war dann auch ein Aspekt, warum Arnfried Müller am 13. Januar 2017 anlässlich des Hilariusmahls mit dem „Silbernen Roland“ ausgezeichnet wurde. Arnfried Müller hat, so Oberbürgermeister Andreas Henke, die halbe Stadtgeschichte in Zinn gegossen. Und nicht nur das. Für das Gleimhaus schuf Müller ein ganzes Diorama. Es zeigt, wie Domsekretarius Johann Wilhelm Ludwig Gleim vor seinem Haus am Domplatz Gäste empfängt.

Die Zusammenarbeit des Städtischen Museums mit dem engagierten Zinnfigurenfreund begann Anfang der 1990ger Jahre, als ein Ausstellungsprojekt zur „Trompete von Marls la Tour“ des August Binkebank nach Halberstadt zurückkam. Die preußische Signaltrompete spielte eine wichtige Rolle während des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/71 und avancierte durch ein Gedicht von Ferdinand Freiligrath zu einem Stück deutscher Nationalgeschichte. Arnfried Müller vermittelte seinerzeit ein Zinnfiguren Großdiorama, das den „Todesritt der Halberstädter Kürassiere“ bei Vionville nahe Metz  zeigt.

Höhepunkt der Zusammenarbeit war freilich das Ausstellungsprojekt „Martin Luther 1483 – 1546, Lebens- und Reformationsgeschichte in Zinnfiguren-Dioramen“, die es ohne die 32 dreidimensionalen Zinnfiguren-Bilder der „Offizin-Zinnfiguren-Müller“ nicht gegeben hätte. Fünf Jahre tourte das Halberstädter Museum damit durch 32 Orte der Bundesrepublik und konnte über 100.000 begeisterte Besucher zählen. Die Figuren der Halberstädter Stadtgeschichte und die Bauwerke der Stadt sind Eigenkreationen, die nach Zeichnungen entstanden. Um die Figuren gießen zu können, sind die zeichnerischen Vorlagen zweiteiliege Formen in Schieferstein geschnitten worden. Eine Arbeit für Spezialisten mit sicherer Hand und nicht gerade preiswert.

So entstand über die Jahre eine beachtliche Formensammlung, die Arnfried Müller kurz vor seinem 80. Geburtstag am 20. September dem Städtischen Museum schenkte. Reproduktionen sind so jederzeit möglich. Dr. Volker Bürger, Vorsitzender des Geschichtsvereins, und Museumschef Armin Schulze sind begeistert. Welche Stadt verfügt, so Dr. Bürger, über eine so anschauliche Darstellung ihrer Geschichte?

Arnfried Müller, in Halberstadt geboren, wohnt seit einigen Tagen wieder in der Stadt. Oberbürgermeister Andreas Henke, Geschichtsverein und Städtisches Museum gratulieren dem Jubilar jedenfalls herzlich zum 80. Geburtstag und danken für sein Engagement.

Ute Huch
Pressereferentin
Stadt Halberstadt
Postfach 1537
38805 Halberstadt
Web: http://www.halberstadt.de

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Halberstadt vom 18.09.2018.
Bildquelle: Armin Schulze/Direktor des Städtischen Museums Halberstadt. Links und rechts die Beschenkten, Dr. Volker Bürger Vorsitzender des Geschichtsvereins und Museumschef Armin Schulze. In der Mitte Jubilar Arnfried Müller, der 30 handgeschnittene Zinnfiguren-Gussformen, Einzelstücke zur Stadtgeschichte, an das Museum gab.

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