Pflanzen im Nationalpark Harz

Trotz Corona – Pflanzaktionen im Nationalpark Harz gehen weiter

(harz-aktuell) Nationalpark-Forstwirt Holger Henze schwingt die Pflanzhacke und setzt mit geübten Handgriffen das kleine Bäumchen, hier eine Aspe, in den Waldboden. Ein Stück Normalität mitten in der Coronakrise. Aber nur ein Stück, denn einiges ist doch anders – im Wald ist es ruhiger, nur wenige Wanderer sind unterwegs und die Forstwirte arbeiten weiter voneinander entfernt, um enge Kontakte zu vermeiden. Das heißt, auch dieser Arbeitsplatz ist einsamer geworden.

Dennoch wird mit viel Einsatz daran gearbeitet, die Waldentwicklungsziele im Nationalpark Harz weiter umzusetzen. So werden in diesem Frühjahr allein im Nationalparkrevier Bruchberg etwa 50.000 Laubbäume gepflanzt. Ein Teil davon wurde für die geplanten Freiwilligeneinsätze beschafft, die nun in diesem Frühjahr leider ausfallen müssen. Unterstützung erhalten die Forstwirte durch Ranger der Nationalparkwacht, denn die kleinen Bäumchen müssen rasch in die Erde. Der Frost der letzten Tage hat zu Verzögerungen geführt.

In diesem Jahr werden neben Buchen auch sogenannte „Pionierbaumarten“ gepflanzt wie Aspe, Sandbirke, Moorbirke und Weidenarten. Diese Baumarten wachsen schnell und schaffen gerade auf Kahlflächen rasch Schutz für andere Baumarten, die besser in geschützteren Bereichen wachsen. Sie werden auch „Schattbaumarten“ genannt – zu diesen gehört auch die Buche.

Das sind viele der kleinen Schritte, die den Nationalparkwald naturnäher und bunter machen und mehr Artenvielfalt in die Ökosysteme bringen, so Sabine Bauling, Fachbereichsleiterin Wald im Nationalpark Harz.

Im Auftrage
Dr. Friedhart Knolle
Nationalpark Harz
Presse, Marketing & Regionalentwicklung
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Web: www.nationalpark-harz.de

Quelle: Pressemitteilung Nationalpark Harz vom 09.04.2020
Bildquelle: Sabine Bauling, Nationalpark Harz.

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