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(harz-aktuell) Das Mittelgebirge Kyffhäuser – zwischen Natur, Attraktionen und Sagen. Der Kyffhäuser ist ein südöstlich des Harzes im Thüringer Kyffhäuserkreis gelegenes Mittelgebirge, welches eine Höhe von 473,6 Metern über Normalnull aufweist und sich über rund 70 km² erstreckt. So wie im Grunde alles im Harz hat auch dieser Ort zahlreiche Aktivitäten und Attraktionen zu bieten. Hier trifft man sowohl auf Entspannung als auch auf Adrenalinkicks. Ob erholsame Wandertouren oder sportliche Marathons – am 19 km langen und 7 km breiten Kyffhäuser ist für jeden etwas dabei.

Sportevents im sagenhaften Gebirge

Sport ist Mord? Nicht hier! Denn Sportverrückte wissen, wie heiß es hier zugehen kann und freuen sich dennoch unter anderem auf den seit 1979 in Bad Frankenhausen ausgetragenen Kyffhäuser-Berglauf. Dazu gibt es mehrere Marathons sowie den Kyffhäuser-Bergtriathlon, bei dem die Teilnehmer zunächst im Stausee Kelbra schwimmen. Anschließend wird auf dem Fahrrad der Anstieg zum Kyffhäuser bewältigt. Der abschließende Lauf erfolgt am Stausee-Zeltplatz. Das jährlich wiederkehrende Tourenwagen-Bergrennen verdient wohl ebenfalls einen Platz in jedem Sportlerherz. Dabei wird eine 3,8 km lange Strecke am Nordhang zwischen Kelbra und dem Kulpenberg, der höchsten Erhebung des Gebirges, befahren. Auch Motorradfahrer haben den Kyffhäuser für sich entdeckt und befahren seine 36 Kurven bis nach ganz oben meist bei schönem Wetter. Aber: Der jährliche Turmtreppenlauf, der über die 366 Stufen des Kyffhäuserdenkmals geht, ist ein absolutes Highlight im Gebirge.

Natur auf Wanderpfaden und in Höhlen erleben

Und selbstverständlich hat der Kyffhäuser auch etwas, womit er Wanderer erfolgreich anzulocken scheint. Diese können sich auf zahlreichen Wanderwegen wie dem Barbarossaweg, der seinen Endpunkt am Kyffhäuserdenkmal hat oder dem Kaiserweg, der von Bad Harzburg nach Tilleda reicht, erholen, entspannen und schlichtweg abschalten. Energie tanken, statt verbrauchen. Mehr Natur findet man in der Barbarossahöhle bei Rottleben, einem Ortsteil der Gemeinde Kyffhäuserland. Die Höhle liegt am Karstwanderweg und hat eine Verbindung zur sogenannten Kyffhäusersage:

Die Barbarossahöhle

Der Sage nach soll Kaiser Friedrich I. Barbarossa in einem unterirdischen Schloss bis zur Einigung Deutschlands zu einem Nationalstaat schlafen. Es drohe demnach das Ende der Welt, sobald sein immer wachsender Bart den runden Tisch ein drittes Mal umrundet hat. Eine weitere Option sei, dass er aufwache und sein Amt als Herrscher erneut antrete. Bis zu diesem Ereignis soll scheinbar kein guter Kaiser mehr kommen. Doch nicht nur Sagen- sondern auch Geologieliebhaber finden hier ihre Leidenschaft. Für sie interessant sind die unterirdischen Seen der Barbarossahöhle, die durch den Gips grün schimmern. Eine absolute Attraktion für alle Naturfreunde.

Der Kyffhäuser hat offensichtlich eine Menge zu bieten und wartet nur darauf, auch von Ihnen erklommen zu werden. Dabei ist es anscheinend egal, ob zu Fuß, in Ihren besten Wanderschuhen, mit dem Motorrad, dem Fahrrad oder im Tourenwagen.

Die Reichsburg auf dem Kyffhäuser

Die gewaltige, einst 600 m lange Burg wurde in der Regierungszeit Friedrich I. Barbarossa (1152-1190) vollendet. Ein Aufenthalt von ihm in seiner Burg ist nicht belegt, aber wahrscheinlich. Auch wenn durch die monumentale Größe des Kyffhäuser-Denkmals teilweise überbaut und in den Hintergrund gerückt, lässt sich heute noch immer die beeindruckende, mittelalterliche Baukunst bewundern. Der Barbarossaturm der Oberburg, eine quadratische, heute 17 m hohe Bergfriedruine mit 3 m dicken Mauern, lässt jeden Besucher die Wehrhaftigkeit dieser Burg spüren. Unvergessen bleibt auch ein Blick in den 176 m tiefen Burgbrunnen, den tiefsten der Welt. Er sicherte damals nach jahrzehntelanger Arbeit die Wasserversorgung der Burgbewohner. Die Unterburg, der besterhaltene Teil der einstmals dreigeteilten Burg, präsentiert sich mit einer eindrucksvollen geschlossenen Ringmauer in Originalgröße. Die Mittelburg wurde durch einen Mühlsteinbruch zerstört. Es entstand eine romantische Felsenschlucht, welche die Unterburg mit dem Denkmalsgelände verbindet. Aufmerksame Besucher werden hier auch die Einschlüsse des versteinerten Holzes entdecken.

Das Kyffhäuser-Denkmal bei Bad Frankenhausen

Herzlich willkommen am Kyffhäuser, dem größten Denkmal Thüringens! Das Kyffhäuserdenkmal (auch Barbarossadenkmal) ist ein Kaiser-Wilhelm-Denkmal im Kyffhäusergebirge auf dem Gelände der ehemaligen Reichsburg Kyffhausen. Das 81 m hohe Denkmal wurde 1890 bis 1896 zu Ehren von Kaiser Wilhelm I. errichtet und ist nach dem Völkerschlachtdenkmal in Leipzig und dem Kaiser-Wilhelm-Denkmal an der Porta Westfalica das drittgrößte Denkmal Deutschlands. Von großen Teilen des Volkes verehrt löste der Tod von Wilhelm I. 1888 einen Denkmalkult aus, der typisch für die jungen Nationalstaaten des 19. Jahrhunderts war. Jede größere Stadt, jede Region wollte mit der Errichtung eines Denkmals seiner Person huldigen. So entstanden mehr als 300 Kaiser-Wilhelm-Denkmäler in Deutschland, von denen heute allerdings nur noch 43 existieren. Die meisten dieser Denkmäler befanden sich in den Stadtzentren und wurden zum Ende des 2. Weltkrieges zerstört. Das Kyffhäuserdenkmal wurde nach den Plänen des Architekten Bruno Schmitz errichtet und am 18. Juni 1896 eingeweiht. Angeregt wurde der Denkmalbau vom Deutschen Kriegerbund, der auch ab 1900 als Kyffhäuserbund die Denkmalverwaltung übernahm.
Mit etwas Glück und dem Kunst- und Kulturverständnis russischer Offiziere überstand das Kyffhäuser-Denkmal seine schwierigste Phase. Sprengungsabsichten Frankenhäuser Kommunisten lehnte die Standortkommandantur ab. Dies mit den Worten: „Ihr Deutschen müsst endlich lernen mit eurer Geschichte und euren Denkmälern zu leben.” Seit 2008 gehört das Kyffhäuserdenkmal zur Straße der Monumente, ein auf Initiative des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig gegründetes Netzwerk deutscher Denkmäler und Erinnerungsorte. Ziel des Netzwerks ist es, „die Erinnerungsorte als einstige Brennpunkte der Vergangenheit enger zu vernetzen und über gemeinsame Marketingmaßnahmen als Gesamtheit stärker erfahrbar zu machen“. Von 1994 bis 2014 wurde das Denkmal mit einem Aufwand von 14 Millionen Euro saniert und steht seit 2014 unter der Trägerschaft der Kur & Tourismus GmbH Bad Frankenhausen.
Kostenlose Führungen am Kyffhäuser-Denkmal finden von April bis Oktober jeden Sonntag um 15:00 Uhr statt.

Öffnungszeiten Kyffhäuser- Denkmal

Montag 09:30–18:00
Dienstag 09:30–18:00
Mittwoch 09:30–18:00
Donnerstag 09:30–18:00
Freitag 09:30–18:00
Samstag 09:30–18:00
Sonntag 09:30–18:00

Kyffhäuser- Denkmal
99707 Kyffhäuserland / OT Steinthaleben
Tel. 034651 / 27 80
www.kyffhäuser-denkmal.de
info@kyffhaeuser-denkmal.de
Autor: Ranja Assalhi
Bildquelle: Redaktion, Frank Baranowski

Öffnungszeiten

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Adresse

Unsere Adresse:

kyffhäuser denkmal

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51.4133456, 11.1086536

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