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Fundort Sonntagsfeld – Gruben und Grubenhäuser römischer Kaiserzeit

Fundort Sonntagsfeld – Gruben und Grubenhäuser römischer Kaiserzeit

Fundort Sonntagsfeld – Gruben und Grubenhäuser der Römischen Kaiserzeit

(harzaktuell) Die archäologischen Ausgrabungen 2017/2018 auf dem mehrphasigen Fundplatz Halberstadt-Sonntagsfeld, so lautet der Titel der Abendveranstaltung, zu der Dr. Matthias Sopp aus Großheirath am kommenden Mittwoch im Städtischen Museum referieren wird.
Seit 2000 finden im Baugebiet Sonntagsfeld archäologische Ausgrabungen statt, da bereits bei der Erschließung dieses Areals von Norden her eine außergewöhnliche Befunddichte festgestellt worden war. Seither wurden die Trassen für neue Straßen und die Baugruben für jedes geplante Gebäude einzeln untersucht. Die Bebauung dieses Gebietes mit Wohnhäusern wird voraussichtlich im nächsten Jahr abgeschlossen sein. In den Jahren 2017 und 2018 konnten insgesamt die Baugruben auf elf Grundstücken und die Straßentrasse „Im Goldbachtale“ ausgegraben werden.

Seitdem auf dem Sonntagsfeld gegraben wird, findet man Bestattungen, Gruben, Gräben und vor allen die Pfostenstellungen der Langhäuser der linienbandkeramischen Kultur. Die Träger dieser frühesten jungsteinzeitlichen Kultur siedelten seit dem Ende des 6. Jahrtausend in Mitteldeutschland. Es handelt sich um die früheste sesshafte Bauernkultur: Ackerbau, Viehzucht, Hausbau, Vorratshaltung, Weben, Töpferei. Nicht so zahlreich sind die Siedlungsspuren der nachfolgenden jungsteinzeitlichen Kulturen auf dem Sonntagsfeld. Erst am Ende der Bronzezeit (ca. 600 v. Chr.) und der folgenden frühen Eisenzeit scheint es wieder eine dichtere Besiedlung auf dem Sonntagsfeld gegeben zu haben. In der Grabungsperiode 2018 stieß man auch auf Gruben und Grubenhäuser der Römischen Kaiserzeit im freien Germanien (0 – 450 n. Chr.).

Die Ausgrabungen in den Jahren 2017 und 2018 brachten neben den Siedlungsbefunden aus diesen Perioden erneut Grabbefunde der Linienbandkeramik, aber auch der späten Jungsteinzeit und der frühen Bronzezeit, zutage. Weiter konnte in einer Baugrube 2018 ein kleines Urnengräberfeld der jüngeren Bronzezeit (ca. 800 v. Chr.) ausgegraben werden.
Dr. Matthias Sopp war bei diesen Ausgrabungen leitend tätig und kennt die Befunde wie kein anderer. Am kommenden Mittwoch, dem 20. Februar wird am Domplatz 36 im Städtischen Museum um 19 Uhr seine Befunde vorstellen.
Wer sicher einen Platz haben möchte bitten wir um Voranmeldung unter Tel. 03941/551474.

Kontakt:

Ute Huch
Pressereferentin
Telefon 03941 551002
Handy 0170 2211425
eMail pressestelle@halberstadt.de

Quelle: Pressemitteilung Ute Huch vom 13. Februar 2019
Bildquelle: Anke Herrmann

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