Es wird brandheiß – starke Waldbrandgefahr im Nationalpark

Es wird brandheiß – starke Waldbrandgefahr im Nationalpark

(harz-aktuell) Es wird brandheiß – starke Waldbrandgefahr im Nationalpark, speziell auch in den Mooren. Trotz örtlicher Regenschauer am Wochenende ist die Brandgefahr in den Wäldern des Nationalparks – und nicht nur dort – weiter sehr hoch. Aufgrund der Wettervorhersage für die nächsten Tage wird sich die Situation weiter verschärfen. Sehr hohe Temperaturen, ungebremste Sonneneinstrahlung und kein Regen in Sicht – das ist eine brisante Mischung.

Erhöhte Brandgefahr im Nationalpark Harz wegen Trockenheit

Trotz der Warnhinweise in allen Medien gibt es immer wieder unvernünftige Zeitgenossen, die meinen, bei größter Trockenheit im Wald grillen oder ein Lagerfeuer anzünden zu können. Deshalb noch einmal der eindringliche Hinweis auf das Rauchverbot und das Verbot, Feuer zu entfachen. Ebenso sind keine Autos an den Waldeingängen zu parken, weil die heißen Katalysatoren die vertrocknete Vegetation entzünden können.

Brandstiftung ist ein Straftatbestand

Aber mindestens genauso schwerwiegend sind die Folgen für die Natur. Viele Kleinlebewesen können den Flammen nicht entkommen, ebenso werden wertvolle Pflanzenarten, Moose und Flechten vernichtet. Die große Besonderheit des Hochharzes sind seine Moorflächen – sie sind besonders gefährdet. In vielen Wäldern ist aufgrund der klimatischen Verhältnisse in den Hochlagen eine dicke Rohhumus- oder Torfschicht ausgebildet. Aufgrund der langen Trockenheit sind diese Bereiche derzeit stark ausgetrocknet. Das Gefährliche an Moorböden ist, dass sich das Feuer tagelang unerkannt unterirdisch „durchfressen“ kann, um dann unvermittelt bei Luftzufuhr an anderer Stelle wieder aufzuflammen. Gerade die Moore gehören zu unseren wertvollsten Naturräumen – hier würden über viele Jahrzehnte unwiederbringliche Verluste entstehen. Außerdem bergen solche Moorbrände auch Gefahren für Leib und Leben vieler Menschen.

Diese Dinge sollen sich alle Menschen klarmachen, die den Wald besuchen.

Wir wollen ausdrücklich keine Sperrungen von Waldgebieten, gerade in der Ferienzeit, aber das erfordert das umsichtige Verhalten jedes Einzelnen, damit viele Menschen den Nationalpark Harz erleben können.

Dr. Friedhart Knolle, Nationalpark Harz
Presse, Marketing & Regionalentwicklung
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Quelle: Pressemitteilung Nationalpark Harzvom 23.07.2018.
Bildquelle: pixabay.com