Besonderes internationales Engagement findet seinen Abschluss

Besonderes internationales Engagement findet seinen Abschluss

(harz-aktuell) Besonderes internationales Engagement findet seinen Abschluss. Praktikant aus Mexiko verabschiedet sich nach drei Monaten vom Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus. „Adios, Torfhaus“, so heißt es jetzt für den 21-jährigen Biologiestudenten José Roberto Torres de Lira. Im Rahmen eines Auslandsjahres und gefördert durch den Deutschen Akademischen Auslandsdienst verbrachte der engagierte Mexikaner zunächst zwei Semester an der Georg-August-Universität Göttingen. Im Anschluss absolvierte er ein dreimonatiges Praktikum im Bereich der Umweltbildungs- und Öffentlichkeitsarbeit im Nationalpark Harz, das am 31. Juli 2018 endet.

Seine Einsatzstelle war das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus. Dort begleitete er Schulklassen auf unterschiedlichen Führungen und Exkursionen in die Waldwildnis des Nationalparks und auf den Brocken. Am Infotresen betreute er die Gäste mit ihren Anliegen und Fragen. Eine Hauptfrage war natürlich die nach den vielen toten Altfichten im Bereich Torfhaus und Brocken. Hier konnte er die Auskunft geben, dass sich der Wald in der Kernzone des Nationalparks Harz im Wandel befindet und keinesfalls abstirbt, wie es den Anschein hat. Im Gegenteil – der Waldkreislauf erneuert den Wald recht schnell und schon nach wenigen Jahren zeigt er ein ganz anderes Bild. Diese Zeitreihen der Waldentwicklung waren für viele Besucher immer wieder etwas Neues, weil die meisten Menschen nur den heutigen Anblick des Waldes im Kopf haben und nicht die lange Entwicklung sehen. „Der Wald baut sich selbst um – und er wird nach seiner Renaturierung sogar vielfältiger und vor allem klimastabiler sein“ – das konnte der Biologiestudent sehr eindrücklich und anschaulich erläutern.

„Ich habe immer das positive Gefühl genossen, wenn ich das Lächeln der Kinder während eines Umweltbildungs-Spiels sah, oder wenn sich die Augen weit öffneten, weil sie etwas Interessantes und Unbekanntes in der Natur kennenlernten“, so berichtet Roberto Torres über seine neu gewonnenen Erfahrungen. „Gleichzeitig hatte ich die Gelegenheit, mein Wissen über Biologie zu nutzen und zu teilen, um die Komplexität und Größe eines Waldökosystems zu erklären“, schwärmt der junge Student.

Ein großer Dank gilt der Commerzbank, die jedes Jahr durch ihr großzügiges Engagement in insgesamt 27 Schutzgebieten Praktikanten fördert, sowie der Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz e. V. (GFN), die für den administrativen Teil das Praktikums im Nationalpark Harz zuständig ist. Im Nationalpark Harz sind es jährlich vier Einsatzstellen, eine weitere im Naturpark Harz. So haben junge Studenten die Möglichkeit, sich abseits des Unialltags in der Praxis der Öffentlichkeitsarbeit und der Umweltbildung auszuprobieren.

Hintergrundinformationen Nationalpark Harz

Der Nationalpark Harz ist seit 2006 der erste bundesländerübergreifende Nationalpark in Deutschland und gleichzeitig der größte Waldnationalpark Deutschlands. Hier werden auf etwa 250 km² die einheimischen Fichten-, Misch- und Buchenwälder geschützt. Bereits auf etwa 62 % der Fläche gilt das Motto „Natur Natur sein lassen“. In manchen Bereichen werden Waldentwicklungsmaßnahmen durchgeführt, um eine naturnahe Entwicklung der ehemaligen Nutzwälder zu unterstützen.

Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus

Das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus ist eine der zentralen Einrichtungen der Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit des Nationalparks Harz. Betrieben wird es vom BUND-Landesverband Niedersachsen in einem Trägerverbund mit der Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz und der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld. Seit 2011 ist es auch Geopark-Infozentrum.

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Quelle: Pressemitteilung Nationalpark Harz. vom 29.07.2018.
Bildquelle: Nationalpark Harz.